
Es gibt heutzutage in den Medien kaum ein medizinisches Thema, bei dem kontroverse Ansichten so emotionsgeladen aufeinanderprallen wie bei der Ansicht über Brustimplantate.
Eine schöne, feste und wohlgeformte Brust inspiriert seit Jahrtausenden die Kunst. Dabei ist die anziehende und Emotionen auslösende Wirkung der weiblichen Brust ein uraltes Stück menschlichen Körperbewusstseins. Schon in der griechischen Antike wurden Göttinnen mit normaler Kleidung, aber „oben ohne“ dargestellt.
Auch die chirurgische Zielsetzung zur Brustvergrößerung wird bald 100 Jahre alt. Der Durchbruch gelang 1962, als erstmals eine Brustkorrektur mit einem Implantat auf Silikonbasis erfolgreich durchgeführt wurde.
Die ersten Brustvergrößerungsoperationen erfolgten 1925 von dem renommierten Berliner Chirurgen Lexer unter Verwendung von körpereigenem Fettgewebe von Bauch oder Gesäß. So bestechend die Idee auch war, einen Überschuss an Fett aus einer Körperstelle zu entfernen und zur Brustvergrößerung zu verwenden, so wenig befriedigend waren die Ergebnisse. Nach kurzer Zeit hatte sich das verpflanzte Fett zum großen Teil aufgelöst und sich das ursprüngliche Erscheinungsbild wieder eingestellt.
Nach einer fast fünfzigjährigen Weiterentwicklung von Operationstechnik und Material ist dieses plastisch-chirurgische Verfahren zur Formverbesserung oder Rekonstruktion der weiblichen Brust in der zeitgemäßen Medizin nicht mehr wegzudenken. Internationale Langzeituntersuchungen bei Frauen mit Brustimplantaten dokumentieren eine sehr hohe und dauerhafte Zufriedenheit mit der plastischen Korrektur.
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